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Zehntklässler auf Studienfahrt in Auschwitz

Zehntklässler auf Studienfahrt in Auschwitz

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Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 gemeinsam mit ihren Begleitlehrern sowie der Zeitzeugin Anna Szalansna

Stufenleiterin Sina Blumenthal, nach dem Ausscheiden von Marianne Hartung verantwortlich für die Durchführung und Organisation dieser Studienfahrt, hat sich mit Schulleiter Jörg Hapke, Sven Krugmann und BFZ-Kollege Frank-Matthias Mann aufgemacht, ihre Schülerinnen und Schüler an den „Un-Ort“ in Auschwitz zu bringen.
Nach elfstündiger Anreise mit einem kleinen Bus startete für die 20 Zehntklässler sofort das Programm in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte, die 1987 von der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste initiiert und weiterhin von ihr betrieben wird.
Um das vielfältige Angebot in der Gedenkstätte des Holocaust zu ermöglichen, unterstützten die Hessische Landeszentrale für politische Bildung und die Bethe-Stiftung zum wiederholten Male die Studienreise großzügig.
Ein Schulhalbjahr hatten sich die Jugendlichen auf die Begegnung mit dem Schreckensort vorbereitet.
Von der exzellent geschulten Museumspädagogin Bozena Kramarczyk wurde die Baunataler Schülergruppe durch das Stammlager und Birkenau geführt. Abends, bis tief in die Nächte und die frühen Morgenstunden hinein, setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Unbegreiflichen von Auschwitz auseinander. Sie hatten die Ehre, wie es die Schülerinnen und Schüler ausdrücken, ein viereinhalbstündiges Gespräch mit der 1926 geborenen Zeitzeugin Anna Szalansna zu führen.
Am folgenden Tag gingen sie gemeinsam schweigend durch Auschwitz I, legten Blumen an der Todeswand zwischen Block 10 und 11 nieder und entzündeten sechs Kerzen, symbolisch für sechs Millionen ermordete Juden.
Sie werden nicht vergessen, was sie sahen und hörten und die tragischen Ereignisse gingen nicht an ihren Herzen vorüber.
Zurück ins Leben kamen sie, als sie mit Gleichaltrigen einen Vormittag im Oświęcimer Liceum Ogólnokształcące verbrachten. Diesen seit vielen Jahren bestehenden Kontakt zu intensivieren, sei ihre Absicht, erklärten beide Partner. Nun bereiten die Jugendlichen eine Ausstellung in der Erich Kästner Schule vor, um der Öffentlichkeit ab dem 16. Mai zu berichten, was sie in Auschwitz erfahren haben.