Salz, Sohlen, Show und Schätze

Im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts machte sich der achte Jahrgang auf den Weg nach Merkers in Thüringen, um mehr über Salze, ihre Entstehung, Gewinnung und Bedeutung für unseren Alltag zu erfahren. Statt im Klassenzimmer ging es diesmal tief unter die Erde.
Ausgestattet mit Schutzhelmen fuhren die Schülerinnen und Schüler zunächst mit dem Förderkorb rund 500 Meter in die Tiefe. Auf offenen Mannschaftsfahrzeugen ging es durch ein weitverzweigtes Labyrinth aus Stollen und riesigen Abbaukammern. Die teilweise rasanten Fahrten durch die unterirdischen Gänge sorgten für reichlich Begeisterung.
Während der Führung erfuhren die Jugendlichen, wie die mächtigen Salzlager vor Millionen von Jahren entstanden sind und wie das wertvolle Rohsalz abgebaut wurde. Dabei wurde deutlich, welche gewaltigen Maschinen zum Einsatz kamen und unter welchen besonderen Bedingungen die Bergleute tief unter der Erde arbeiteten.
Auch die besondere Sprache der Bergleute lernten die Schülerinnen und Schüler kennen. So erfuhren sie, dass man sich unter Tage traditionell mit „Glück auf!“ begrüßt, die Tiefe im Bergbau als „Teufe“ bezeichnet wird und eine „Sohle“ eine Ebene des Bergwerks ist.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des historischen Goldraums. Hier hatten die Nationalsozialisten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs große Mengen Gold, Geld und Devisen der Deutschen Reichsbank versteckt. Auch wertvolle Kunstwerke aus Berliner Museen waren in den unterirdischen Kammern eingelagert worden. Unter den gefundenen Wertgegenständen befanden sich zudem Besitztümer, die Opfern des Nationalsozialismus geraubt worden waren. Im April 1945 entdeckten amerikanische Soldaten die Schätze. So wurde aus dem Ausflug in die Welt des Bergbaus zugleich eine eindrucksvolle Geschichtsstunde.
Besonders faszinierend war außerdem die Kristallgrotte in rund 800 Metern Tiefe. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler riesige, natürlich gewachsene Salzkristalle bestaunen und erleben, welche beeindruckenden Formen die Natur im Laufe der Zeit hervorbringen kann.
Für ein weiteres Highlight sorgte der unterirdische Konzertsaal. Eine spektakuläre Lasershow mit Musik und faszinierenden Lichteffekten verwandelte die riesige Abbaukammer in eine außergewöhnliche Kulisse. Das Zusammenspiel von Licht, Musik und der besonderen Atmosphäre tief unter der Erde hinterließ bleibende Eindrücke.
Mit vielen neuen Eindrücken und einem herzlichen „Glück auf!“ ging es schließlich zurück ans Tageslicht. Für den gesamten Jahrgang 8 war die Fahrt eine spannende Exkursion, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.