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2014

Schüler der Erich Kästner Schule begeisterten die Zuschauer

Am Dienstag, den 6. Mai, wurde das Musical „Schrecklich, dieser Iwan!“ in der Stadthalle Baunatal aufgeführt. Alle beteiligten Schüler waren sehr konzentriert und boten den Zuschauern einen vergnüglichen Abend.  Herausragend waren die Gesangseinlagen von Leonie Helferich, Hannes Tim Käse und Björn Wunsch, die vom Publikum mit stürmischem Applaus belohnt wurden. Leonies „Ave Maria“ wunderbar vorgetragen, war einfach ein Ohrenschmaus! „Es war so schön, dass ich vor Rührung Tränen in den Augen hatte“, sagte eine Zuschauerin.
Die Band, unter Leitung von Markus Zosel, brachte die Halle mit schwungvollen russischen Volksweisen und aktuellen Hits zum Toben. Am Schlagzeug brillierte Tobias Kettler, die toll aufspielenden Gitarristen Leon von Felden und Alexander Gilch, am Keyboard Maximilian Luther, die Percussion übernahm Clemens Reinhard und natürlich Tobias Riehm, der mit seinen Trompetensoli beeindruckte. Sämtliche Musikstücke wurden bearbeitet von Markus Zosel, er kreierte auch die einzigartige Ouvertüre und glänzte als Pianist. Nicht nur die Band sorgte für mitreißendes russisches Flair sondern auch das typisch russische Akkordeonspiel, meisterlich vorgetragen von Björn Wunsch und seiner Akkordeonlehrerin Frau Wunder.
Das prachtvolle Bühnenbild schillerte in goldenem Glanz. Es wurde gestaltet von Dorit Everding und Heidi Zächerl und ihren Schülern Anton Berdi, Melissa Daghan, Kübra Demircan, Johanna Hoß, Michelle Jung, Jasmin Kleinhans, Josefine Müller, Luisa Schöne und Marcus Volkwein. Ein optischer Leckerbissen waren auch die riesigen Matroschkas, die zum Leben erwachten und über die Bühne tanzten.
Ein weiteres Highlight des Abends waren die wunderschön kreierten Kostüme. Dorothee Hartmann-Emmerich gestaltete und nähte die 45 (!) verschiedenen Kostüme, denn so viele Rollen mussten besetzt werden. Unterstützt wurde Frau Hartmann-Emmerich bei der nicht enden wollenden Arbeit von Rosa Gilch und Gabriele Müller. Ein ganz dickes Dankeschön an Frau Hartmann-Emmerich.
Iwan IV., der Schreckliche genannt, der erste Zar Russlands, die zentrale Figur des Stückes wurde genial verkörpert von Yannic Altmann. Ihm gelang hoch konzentriert eine schauspielerische Meisterleistung, denn mit 170 Einsätzen hatte er mit Abstand den meisten Text zu lernen. Ihm zur Seite standen seine Söhne, der Zarewitsch, exzellent gespielt von Martin Giese, und der kleine Fjodor, überragend dargestellt von Johannes Nickel. Fjodor wurde zum Publikumsliebling des Abends, alle seine Auftritte wurden stürmisch gefeiert. Die oberste Staatsdame Nadeshda, hinterhältige Schwiegermutter von Iwan, wurde erstklassig und souverän von Jennifer Riedl verkörpert. Weitere Hofdamen wurden sehr gut gespielt von Antonia Baumann ( Natalia), Meike Dudek ( Irina), Elene Nickel (Anna Pawlowa), Leonie Helferich (Anna Grigorjewa) und Alina Eskuche als Anna Iwanowa und Björn Wunsch (Anna Sotschi). Große Rollen hatten Luc Feder und Neele Riechmann, die als Kammerdiener des Zaren optimal agierten. Ausdrucksstark präsentierte Tim Xibraku den Tatarenfürsten Simeon, der für kurze Zeit Zar von Russland sein durfte, ein politischer Schachzug Iwans. Auch Pascal Dürrbaum überzeugte als großer Khan der Tataren, der sich von Iwan hinters Licht führen ließ. Eine Spitzenleistung vollbrachte an diesem Abend Felix Wiegand als Roman Abramowitsch (Waffenhändler und  einfühlsamer Liebhaber). Die reiche Familie Stroganow, berechnend, aber gute Untertanen Iwans, wurden gekonnt gespielt von Nick Ehrlich (Grigori), Lena Winterhoff (Katjuscha), Michelle Krieger (Jelisaweta) und Olcay Tüfekci (Sergej). Überragende Leistungen erbrachten auch Alina Eskuche (Jemarek, Kosakenführer), Katharina Tissen (Magnus, König von Livland) und Leonie Holzhauer (Boris Godunow). Die Hofherren Tschaikowski (Anna Döring), Tolstoi (Nick Ehrlicher) und Karpow (Carina Kirch) waren ein gutes Team, eine tadellose Leistung. So auch die Darstellung der Bojaren, toll gemacht von Leonie Siebert  (Chruschtschow), Tim Xibraku (Putin) und Katharina Tissen (Jelzin). Die Geheimpolizei Iwans, die Opritschniki, wurden bravourös verkörpert von Jovan Gorgiev (Stalin), Pascal Dürrbaum (Kalaschnikow) und Olcay Tüfekci (Molotow). An jedem Hof braucht man Bedienstete, die alle fliederfarbige Kostüme trugen, sehr echt wirkten und dargestellt wurden von Janina Piwek (Nadja), Celina Wicke (Olga Korbut), Lara Stark (Raissa), Tom Manz (Puschkin).
Einen Augenschmaus bildeten die drei Zarinnen, die nur ein kurzes Leben hatten, Zarin Maria (Carina Kirch, souverän), Zarin Marta (Björn Wunsch, witzig und lustig) und Zarin Anna (Alina Eskuche, meisterlich).
Für einen schillernden Höhepunkt des Abends sorgte Martin Giese als „silbernes“ Radio Eriwan, der auf alle absurden Fragen eine passende Antwort parat hatte und dafür viel Lacher und viel Applaus erntete. Sehr unterhaltsam und mit reichlich Beifall bedacht waren auch die Auftritte von Nikita (Lena Winterhoff) und Petja (Katharina Tissen), das russischen Pendant zu Tünnes und Schäl. Einen Glanzpunkt des Abends setzte Justin Müller, der mit seiner Diabolo-Jonglage das Publikum von den Sitzen riss.
Jede Aufführung braucht fleißige Helfer hinter der Bühne, so ein herzliches Dankeschön an die beiden Souffleusen Selina Friesen und Carolin Lenz, an Dario Hochhuth und Hendrik Freitag für die Spots und an Simon Friesen für die Fotos.
Das Musical „Schrecklich, dieser Iwan!“ war die bisher größte und aufwendigste Produktion der EKS, die von allen Beteiligten großen Einsatz und hohe Konzentration gefordert hat. Vielen, vielen Dank an alle beteiligten Schüler, die Großartiges geleistet haben.
Und vielen, vielen Dank an die beteiligten Kollegen, Markus Zosel, Doro Hartmann-Emmerich, Dorit Everding und Heidi Zächerl. Wir waren ein gutes Team!
Ein großer Dank an das Stadthallen-Team, an das Textilhaus Ickler, an die Gemeinde Schauenburg, an die Stadt Baunatal und an Frau Wunder für die großartige Unterstützung.
Ulrike Heinemann