Wie kann man geschichtliche Ereignisse erlebbar machen? Ganz einfach, wir gehen in unserer direkten Umgebung auf Spurensuche.

Auf Spurensuche begab sich der Jahrgang 9 der EKS und besuchte den britischen und russischen Soldatenfriedhof in Kassel-Niederzwehren. Hier liegen 4.000 Opfer des 1. Weltkriegs, die in verschiedenen Kriegsgefangenenlagern auf dem Gebiet des Deutschen Reiches starben, begraben. Die meisten der hier ruhenden Soldaten waren an Typhus erkrankt.

Die Neuntklässler beschäftigten sich mit den einzelnen Schicksalen der Verstorbenen, sie versuchten sich in die Lage ausgewählter Soldaten hineinzuversetzen und verfassten Briefe an deren Familien in der Heimat. Die meisten der Soldaten waren zum Zeitpunkt ihres Todes nicht viel älter als die Schülerinnen und Schüler selbst. Hierbei wurde den Jugendlichen klar, dass Freiheit, Frieden und Demokratie nicht selbstverständlich sind. Zudem erkundeten die Jugendlichen die Grabsteine und setzten sich mit der Geschichte des Friedhofs auseinander. Der Besuch der Ruhestätte bildete den Einstieg zur Beschäftigung mit dem 1. Weltkrieg im Unterricht. Gerade in diesem Jahr, in dem sich der traurige Auftakt des blutigen 20. Jahrhunderts jährt, ist es besonders wichtig, die Bedeutung dieses Ereignisses den Schülerinnen und Schülern näher zu bringen. Die Jugendlichen zeigten sich berührt und beeindruckt von diesem wenig beachteten Mahnmal gegen den Krieg vor unserer Haustür.

Jahrgang 9 Friedhof

Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 auf dem Soldatenfriedhof in Kassel-Niederzwehren