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„Willst du glücklich sein im Leben …?!“

Erich Kästner Schüler gestalteten bunten Abend zum Thema „Glück in den Religionen“ im Rahmen des Wettbewerbs Trialog der Kulturen

„Bist du glücklich?“ Diese Frage stellte Moderatorin Angelika ihren beiden Mitschülern Daniel und Pascal, die mit ihr durch das Programm des bunten Abends führten. In der voll besetzten Aula der Erich Kästner Schule präsentierten über 90 Schülerinnen und Schüler Nachdenkliches und Heiteres rund um die Frage nach dem Glück im Leben des Menschen. Daneben konnten die Besucher des Abends auch mehrere Ausstellungen zum Trialog der Kulturen besichtigen.

„Was prägt uns? Was hilft uns, damit unser Leben gelingt?“ Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch den bunten Abend. Dabei lenkten die Jugendlichen den Blick auf ihre eigene Religion. Muslimische Schüler schilderten, warum die Fünf Säulen des Islam ihren Alltag bestimmen.
„ Schau mal, ich raffe wieder!“: In einem 10-Gebote-Rap zeigten christliche Schüler, was passiert, wenn grundlegende Regeln des sozialen Miteinanders in unserer Gesellschaft nicht mehr befolgt werden. Mit „Elfchen“ (kurze Gedichte) stellten diese heraus, wie wichtig Grundhaltungen wie Gerechtigkeit, Dankbarkeit oder Vertrauen sind.

Sketche zu Geschichten aus den Religionen vermittelten Tipps zum Glücklich sein.

  • Nasreddin Hodscha rät, das Leben nicht zu schwer zu nehmen.
  • Rabbi Rotschild will sich die Freude nicht durch Scherben verderben lassen, sondern seinen Blick auf die wichtigen Dinge des Lebens richten.
  • Rabbi Eisik findet sein Glück hinter dem eigenen Ofen.
  • Der Engel in „Sarahs Laden“ verkauft nur Samen für das Glück, nicht aber fertige Ergebnisse.

Schüler der 8. Klasse stellten die Ergebnisse der Interviews, die sie mit Gästen aus den Religionen im Laufe des Schuljahrs gemacht hatten, in einer Talk-Show vor. Die Frage, welche Vorstellung von Gott uns im Leben stärken kann, beschäftigte die 9. Klässler. Einige von ihnen schrieben die Bibelstelle vom Umgang mit der Zeit (Pred 3) auf ihre eigene Situation um.  Schüler des Jahrgangs 10 trugen ihre Gedanken zur Jahreslosung der Evangelischen Kirche Deutschlands „Gott nahe zu sein  ist mein Glück“ (Ps 73,29) vor.

Die jungen Menschen klammerten in ihrer Glückssuche das Leid der Menschen nicht aus. Im Wahlpflichtbereich „Darstellendes Spiel“ entwickelten die 9. Klässler ein Stück über die Schicksale von jüdischen Mitbürgern aus Kassel und zum Leben der Jüdin Inge Deutschkron. „Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist verurteilt sie zu wiederholen.“ (George Santayana) Dieses Wort prägte sich 32 Schülern ein, die in diesem Jahr das Konzentrationslager Auschwitz besuchten. Sie erläuterten durch Spiel, Bild und Wort, warum Erinnerung notwendig ist, um Frieden und damit auch Glück zu ermöglichen.

Der Kinderchor „Anawim“ der jüdischen Gemeinde in Kassel ebenso wie Solo-Sängerin Leonie Helferich (Jahrgang 8) begeisterte die Zuschauer, mit ihrer wunderbaren Stimme. Schulleiter Dieter Ernst freute sich,  Vertreter der Religionen und viele Gäste, die die Trialog-Arbeit im Laufe des Jahres unterstützten, begrüßen zu können. Anwesend war auch Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, die Leiterin des Trialogs der Kulturen bei der Herbert-Quandt-Stiftung. Am Gelingen des Abends  waren viele Lehrerinnen und Lehrer  aus unterschiedlichen Fachbereichen beteiligt.