Telefon: 0 56 01 - 9 79 80

2016

Studienfahrt nach Auschwitz

Auschwitz

Zehntklässler während einer Audio-Guide-Tour im Stammlager Auschwitz

„Eine lange Reise in die Ferne: Das, was wir gesehen haben, werden wir in uns tragen. Es wird uns erschüttern, aber mutiger machen.“ Dieses Zitat stand im Mittelpunkt beim Abschiedsabend in der Internationalen Begegnungsstätte in Oswiecim, Polen. Fünf intensive Tage lagen hinter den dreizehn Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 10, die sich mit den Lehrerinnen Meike Erbarth-Fischer und Marianne Hartung auf den Weg nach Auschwitz gemacht hatten. Zum elften Mal bot die Erich Kästner Schule eine Studienfahrt nach Polen an.
Alle waren sich an diesem Abend einig: Der Umgang mit dem unermesslichen Leid der Opfer im Konzentrationslager Auschwitz schwächt nicht, sondern stärkt.
Viermal suchten die Zehntklässler das Konzentrationslager auf. Gemeinsam mit einem Guide der Gedenkstätte verschafften sie sich einen Überblick über das Leben und Leiden der Menschen im Stammlager Auschwitz sowie im Außenlager Birkenau. Zudem widmeten sie sich einen Vormittag lang Aufräumarbeiten im Stammlager. Eine Gedenkfeier an der Todeswand im Stammlager und der Besuch der Nationenausstellungen bildeten den Schlusspunkt der Arbeit in der Gedenkstätte.

Auschwitz 2

Aufräumarbeiten in der Gedenkstätte

Besonders engagiert waren die Zehntklässler bei den Aufräumarbeiten. Sie erhielten die Aufgabe, in der Nähe des Krematoriums die Wege zu säubern. Drei Stunden lang galt es zu rechen und zu fegen, Blätter aufzuladen und so einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Gedenkstätte zu leisten.
Beeindruckt waren die Jugendlichen von den Bildern des Auschwitz-Überlebenden Marian Kolodziej, der die Schrecken von Auschwitz in riesigen Bildtafeln festgehalten hat. Gedächtnis-Labyrinth heißt die Ausstellung im Kloster Harmeze in der Nähe von Oswiecim. Einige Bilder zeigen, wie der alte Maler den jungen Häftling auf dem Rücken trägt. Den Jugendlichen wurde klar, wie tief sich Auschwitz in das Herz des Künstlers eingegraben hat.
Neben der Besichtigung des Konzentrationslagers standen auch ein Tag in der wunderbaren Stadt Krakau und der Besuch im Konarsky-Lyceum, einem Oberstufengymnasium in Oswiecim, auf dem Programm.
Die Tage in Polen waren ein Stück intensiver Lebenszeit. Dank sei den Sponsoren der Fahrt:
der Bethe-Stiftung, dem Internationales Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) sowie der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, die mit der Förderung einen Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft in Richtung Humanität und Toleranz leisten wollen.