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2015

Studienfahrt nach Auschwitz

Gruppenbild mit dem Zeitzeugen Ignacy Krasnokuski

Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 der EKS mit ihren Lehrern sowie dem Zeitzeugen Ignacy Krasnokuski

Auschwitz-Birkenau – Kinderbaracke: Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 der EKS referierten am Ort des Schreckens. Am Vormittag beschäftigten sie sich in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim / Auschwitz mit Schicksalen von Häftlingen des Konzentrationslagers. Am Nachmittag suchten sie Orte in Birkenau auf und berichteten über Leben und Leiden der Opfer. „Spurensuche in Birkenau“ nennt sich das Projekt, an dem die Jugendlichen aus Baunatal mit großem Engagement und mit tiefer innerer Bewegung teilnahmen.
Zum zehnten Mal konnte in diesem Jahr die Studienfahrt nach Polen, die durch die Hessische Landeszentrale für politische Bildung und das deutsch-polnische Jugendwerk gefördert wird, mit 45 Teilnehmern durchgeführt werden. Marianne Hartung, Petra Kartschall, Bettina Schäfer und Sven Krugmann begleiteten die motivierten Zehntklässler. „Eine so intensive Woche habe ich noch nie erlebt“, äußerte sich ein Schüler nach der Fahrt. Die Führungen durch das Stammlager Auschwitz sowie das Außenlager Birkenau, der Besuch der Nationenausstellung und der Kunstausstellung im Kloster Harmeze, alles ging unter die Haut. Besonders beeindruckend war das Buch der Namen in der neuen israelischen Ausstellung, das 4,3 Millionen ermordete Menschen auflistet. Ebenso interessant war die Ausstellung mit Kinderzeichnungen, die an 1,5 Millionen jüdische Kinder erinnert, die dem Rassenwahn der Nationalsozialisten zum Opfer fielen. Der emotionalste Augenblick für die Zehntklässler war jedoch das Gespräch mit Ignacy Krasnokuski, einem der letzten Auschwitz-Zeitzeugen. Eine eindrucksvolle Gedenkfeier wurde von den Jugendlichen und ihren Lehrern am Tor zur Todesmauer durchgeführt.
Auf dem Programm der Studienfahrt stand außerdem der Besuch des Konarsky-Lyceums, einem polnischen Oberstufen-Gymnasium. Die beiden Lehrerinnen Marta Hardek und Bogumiła Bugajska bereiteten die Begegnung sehr liebevoll vor.